Das Planungsbüro Mobilitätswerk GmbH wurde von der Stadt Spremberg/Grodk mit der Erarbeitung eines Radverkehrskonzeptes beauftragt. Dieses soll als Grundlage für den Ausbau sicherer, attraktiver sowie alltagstauglicher Radverbindungen dienen, um den Alltagsradverkehr in der Stadt langfristig zu stärken.
Ansprechpersonen für das Projekt sind:
So funktioniert die Online-Karte:
In der Karte können wichtige Grundlagendaten, die Ergebnisse der Online-Beteiligung der Bevölkerung, das entwickelte Zielnetz für den Alltagsradverkehr sowie die Maßnahmenempfehlungen angezeigt werden. Über die Legende lassen sich einzelne Ebenen ein- und ausblenden, sodass Sie gezielt die für Sie relevanten Informationen betrachten können.
Siedlungsgebiete mit Einwohnern
Pendelndenströme (Summe aus Ein-und Auspendelnden)
Anzahl der Einpendelnden
Schutzgebiete
Gewässernetz
Zielorte nach zentralörtlicher Funktion
Weitere Zielorte
Angrenzende Netze
Wunschverbindungen nach Kategorien
Gefahrenstellen nach Kategorien
Abstellanlagen nach Kategorien
Gute Beispiele nach Kategorien
Entwurf Zielnetz Alltagsradverkehr (02.03.2026)
Touristische Radrouten
Verkehrsführung
Oberflächenbelag
Oberflächenqualität
Priorisierung der baulichen Maßnahmen
Die fachliche Priorisierung bewertet alle baulichen Streckenmaßnahmen hinsichtlich ihrer zu erwartenden Wirkung auf die Verbesserung der Radverkehrsführung sowie ihrer Bedeutung für das Radverkehrsnetz. Bei der Einschätzung der Wirkung werden die Kriterien „Gefährdung“ und „Wirkung der Maßnahme“ berücksichtigt; zur Bewertung der Netzbedeutung fließen die Kriterien „Netzkategorie“, „Erwartete Nutzung“, „Relevanz als Schulweg“ und „Relevanz für Tourismus“ ein. Eine detaillierte Erläuterung der einzelnen Kriterien ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Für jedes Kriterium kann ein Wert zwischen 0 und 1 erreicht werden. Die fachliche Priorisierung ergibt sich aus der gleichgewichteten Summe der erzielten Werte, die nach der Jenks-Methode in drei Prioritätsklassen unterteilt wird. Dabei entspricht die Klasse 1 der höchsten und die Klasse 3 der niedrigsten Priorität. Im zweiten Schritt der Priorisierung werden Kosten und Nutzen der Maßnahmen ins Verhältnis gesetzt. Im Ergebnis erfolgt eine Klassifizierung in die Klassen A bis E, wobei A dem besten und E dem schlechtesten Kosten-Nutzen-Verhältnis entspricht.
Methodische Hinweise zur Bündelung von Maßnahmen: Bei der Bewertung wurden die baulichen Streckenmaßnahmen nicht einzeln, sondern gebündelt betrachtet. Dies bedeutet, dass aneinandergrenzende Streckenmaßnahmen zu Gruppen zusammengefasst wurden, um eine einheitliche Bewertung zu ermöglichen. Der Zweck dieser Bündelung liegt darin, die Umsetzung von durchgehenden Verbindungen für den Radverkehr zu fördern.
| Erwartete Wirkung | Netzbedeutung | Fachliche Priorisierung | Kosten-Nutzen-Verhältnis | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kriterium | Gefährdung | Wirkung der Maßnahme | Netzkategorie | Erwartete Nutzung | Relevanz als Schulweg | Relevanz für Tourismus | Summe | Klassifizierte Bewertung | Kosten pro m/Summe der Bewertungen | Klassifizierte Bewertung |
| Maximalwert Bewertung | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 6 | 1 | A-E | |
| Erklärung | Je nach Straßen-kategorie und DTV werden die Strecken absteigend zwischen 1 und 0 eingeordnet. | Maßnahmen erhalten je nach Wirkung für den Radverkehr einen Wert zwischen 1 und 0. | Strecken der höchsten kategorie erhalten den Wert 1, mit abtsiegnder Netzbedeutung einen Wert zwischen 1 und 0. | Strecken mit der höchsten Nutzungszahl erhalten den Wert 1, danach erfolgt absteigend ein Wert bis 0. | Im Umkreis (Grundschulen 5 Km, weiterführende Schulen 8 km) bekommen die Strecken je nach Entfernung absteigend einen Wert zwischen 1 und 0. | Strecken mit Relevanz für den Tourismus erhalten den Wert 1. | Mittels der Summe Klassifizierung nach der Jenks-Methode in die Klassen 1-3. | Mittels des Endwertes aus der Division Klassifizierung nach gleicher Anzahl in die Klassen A-E. | ||
Was bedeutet Kosten-Nutzen-Verhältnis?
Im zweiten Schritt wird geschaut, ob sich die Investition lohnt. Dafür werden die Kosten einer Maßnahme mit ihrem Nutzen für den Radverkehr verglichen.
Das Ergebnis wird in fünf Klassen eingeteilt:
Was bedeutet fachliche Priorisierung?
Die fachliche Priorisierung hilft dabei, Radverkehrsmaßnahmen nach ihrer Wirkung und Bedeutung zu ordnen. Ziel ist es, zuerst die Maßnahmen umzusetzen, die den größten Nutzen für den Radverkehr bringen.
Dabei werden zwei Dinge bewertet:
Konkret fließen folgende Kriterien ein:
Jede Maßnahme bekommt Punkte (0 bis 1) für jedes Kriterium. Daraus ergibt sich eine Gesamtbewertung, die in drei Klassen eingeteilt wird:
Warum werden Maßnahmen gebündelt?
Statt jede Maßnahme einzeln zu bewerten, werden zusammenhängende Streckenabschnitte als Gruppe betrachtet. So entsteht ein durchgehendes Netz, das Radfahrenden eine bessere Verbindung bietet.